Saison Opening with Lonesome Hot Dudes, Ozymandias, MONO & SINVS

Saison Opening with Lonesome Hot Dudes, Ozymandias, MONO & SINVS
Freitag, 31.08.2018
22:00
Saison Opening with Lonesome Hot Dudes, Ozymandias, MONO & SINVS
Saison Opening with Lonesome Hot Dudes, Ozymandias, MONO & SINVS

Party, Party, Party!

Lonesome Hot Dudes
Ozymandias
MONO & SINVS
(NYX, Unpackbar)


OZYMANDIAS

„CAKE!“, der erste Longplayer von OZYMANDIAS

„Die vergangenen Boten einer anderen Welt. Das sind die eigentlichen Gespenster, die durch die erstarrte Gegenwart spuken.“

Steht so im schlauen Buch „Die lange Nacht der Metamorphose“ des französischen Philosophen Guillaume Paoli. Und ist auf den aktuellen Status der populären Musik und ihrer angedockten Lebensräume bezogen. These: In Zeiten digitaler Endlosverfügbarkeit und Konservierung jugendlicher Frische mittels Youtube hören wir ein Stück zum ersten Mal und können nicht mehr erraten, ob es gestern oder vor zehn Jahren aufgenommen wurde. Leicht verkopft? Könnte man meinen. Aber dann kommen OZYMANDIAS um die Ecke, legen ihr brandneues Album „CAKE“ vor, das so klingt als hätten sie es gestern oder vor zehn Jahren aufgenommen, und schon ist alle graue Theorie nicht länger grau, sondern schwarz, schwarz, schwarz.

Schwarz wie in Black Sabbath.

Schwarz wie in Black Death (isländisches Höllengesöff).

Schwarz wie die Signalfarbe der Nihilisten.

Weil ein wenig Nihilismus im Sinne von „alles wurscht, nichts scheißen“ weht einem bei den Songs dieses Linzer Trios unbestritten aus den Lautsprechern entgegen. Der Gesang: Auf sie mit Gebrüll! Die Gitarre: Mal treibend, mal zäh, immer hart. Die Drums: der Herzschlag des Ganzen. Und dann wäre da noch diese Orgel! Als würde Jon Lord himself an der Hammond sitzen und mit feierlichem Kirchensound vollends die Zeitrechnung durcheinanderbringen. Stammt das hier zu hörende Liedgut nun aus 1974, oder doch aus 2018? Hauen hier die Letzten von gestern in die Saiten, oder doch die Ersten von morgen? Ganz sicher ist all das am Ende nicht mehr.

Aber klar, wer sich wie Christoph (Gesang, Gitarre), Flo (Schlagzeug) und Armin (Orgel) vier Jahrzehnte nach dem studentisch-codierten Progressive Rock ernsthaft den Herrschernamen eines ägyptischen Pharaos umhängt, der spielt mit den Epochen. Dass die Inspiration zu OZYMANDIAS eher aus der TV-Serie „Breaking Bad“ stammt, wo Walter White das gleichnamige Gedicht von Shelley vorträgt – geschenkt! TV-Bildung ist auch eine Bildung. Wer verschiedenste Stile des Metals zum eigenen Sound legiert, wer dabei keine Scheu vor schwer unmodernem Hardrock hat, der hält sich sowieso nicht mit Lesen auf.

Lieber noch eine Runde heiser herumbrüllen und auf die Gitarre einschlagen! Damit neun Lieder zusammenkommen, die man nur schwer wieder aus dem Gehörgang kriegt. Glaubt ihr nicht? Hört euch das an!

 

Lonesome Hot Dudes
Name ist Programm. Rockbesetzung inklusive Saxophon gegen die Einsamkeit. Poprock Wave aus Wien.
https://www.youtube.com/watch?v=-6AM5rvMnb0

 MONO & SINVS
(NYX, Unpackbar)

Post-industrielle Synthesizer & Drumcomputermusik für den Reboot.
Dunkel.Diystopisch.Diffus.
Hart aber Herzlich gemixt.

facebook.com/Unpackbar/
soundcloud.com/unpackbar

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soundcloud.com/sinvs

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