electronica / beats / noise

electronica / beats / noise
dimlite
hawney troof
ComeOnFeet!
Freitag, 02.03.2007
electronica / beats / noise



Diesen von comeonfeet! und der KAPU gemeinsam programmierten Abend in ein musikalisches Eck zu stellen fällt schwer: ist es nun eine Hip-Hop-Nacht? Oder doch eher eine Querfeldeinwanderung durch den progressiven Elektrogarten? Entscheidet selbst! Wir hoffen auf eine spannende Publikumskombination aus HipHop-Headz, Noiserockern, SPEX-LeserInnen und Elektrofreaks – weil angesprochen werden diesmal wirklich alle! Herausforderung? Aber sicher!

Mit DIMLITE wird ein Schweizer Artist, beheimatet beim empfehlenswerten Berliner „Sonar Kolektiv“, die KAPU bespielen. Der Soundbastler, der soeben seine sechste Veröffentlichung beim genannten Label herausbrachte, gilt als Highlight der Schweizer Hip Hop-, Remix- und SoundbastlerInnenszene und als Garant für höchstwertige Musik. Lassen wir doch ausnahmsweise einmal das SPEX zu Wort kommen: „Ein analoger, warmer Klang mit schräg klickenden (HipHop-) Beats, schwermütigen Streichern, knöcheltief gepitchten Stimmen benommener und einsamer Soul-Dämonen, die wiederum auf elegische Glockenspiele treffen, während von hinten sich abwechselnd neue Töne und schräge Harmonie nähren. Es flimmert, es flirrt, es blubbert an allen Ecken. Und immer wieder überraschend, wie schon zuvor: die Breaks. Urplötzlich ist man ganz woanders ... Eine Fundgrube für dunkle Filmscores noch und nöcher bzw. meilenweit gereifter Käse aus der Schweiz, den man sich auf den Trommelfellen zergehen lässt. Oder, um mit amazon'schen Mitteln zu sprechen: Freunde, die diese Musik kaufen, greifen auch zu Spacek/Sa-Ra/The Platinum Pied Pipers, wenn sie mehr vocals und Glam brauchen, zu Dabrye oder Prefuse, um Dimlites Musikverwandte kennen zu lernen, oder zu den Labels Musik Krause und -scape, wenn sie es eigentlich schneller und technoider mögen. Herbes Kraut.“

Der zweite, kontrastreiche Act des Abends, HAWNAY TROOF, ist uns eigentlich als Vice Cooler von der US-Noise-Band XBXRX bekannt. Außerhalb dieses Projekts arbeitet er an als Hawney Troof an einem sehr eigenwilligen und differenzierten Sound... welches Genre? Hip Hop? Neuer Noiserock? Elektro? Punk? Rap? Um ihn zu umschreiben: eventuell die etwas trashige, punkige Version der Beastie Boys im Laptop-Zeitalter... rauhe Beats, schnelle Raps und einen mehr als schrillen Abend kann man jedenfalls erwarten. Der gute Mann war zuletzt mit Stereo Total und Mates of State in Europa unterwegs, diesmal geht er erstmals Solo auf Clubtour durch den alten Kontinent. Apropos Stereo Total: von deren Sängerin, Françoise Cactus, borgt sich Hawney Troof für seine Lieder auch ab und an mal die Stimme aus. Sehr charmant!