Sozialpolitik im Dritten Reich

Sozialpolitik im Dritten Reich
Bruckmayr Didi
Mittwoch, 22.03.2000

Das Hilfswerk Mutter und Kind der nationalsozialistischen
Volkswohlfahrt (NSV) Das Hilfswerk MuK leistete als
Trägerin nationalsozialistischerVolkspflege durch Erziehung
und Fürsorge für Mütter, Kinder, Säuglinge, Jugendliche und
Schwangere einen wesentlichen Beitrag zur rassisch-
selektiven NS-Aufartungspolitik. Art und Umfang der
Maßnahmen deroffenen Fürsorge für werdende Mütter,
Wöchnerinnen, Säuglinge und Kleinkinder richteten sich nach
dem "Wert" der Familie bzw. des Einzelnen für das
Volksganze. Im Zuge der Soforthilfsmaß-nahm-en begann die
NSV noch im März 1938 mit der Errichtung der Hilfsstellen
des von ihr als "Kernstück nationalsozialistischer
Volkswohlfahrtspflege" bezeichneten Hilfswerkes MuK. Das
Hilfswerk und seine Stellen nahmen ihre Tätigkeiten lange
vor den durch die deutschen Gesundheits - und
Jugendgesetzen eingeführten Gesundheits - und Jugend-ämtern
auf und bildeten in manchen Regionen die einzigen Orte
sozialer Versorgung. Die Bedeutung dieser Zentren
nationalsozialistischer Betreuungsarbeit, Erziehung,
Gesundheits- und Menschenführung für Mütter, Kleinkinder,
Säuglinge und Jugendliche wurde in der "Ostmark"
entsprechend höher als im "Altreich" angesetzt und daher
die Errichtung des Hilfsstellennetzes in dem Land mit der
höchsten Säuglingssterblichkeit Westeuropas forciert.

Flyer / Plakat
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