soundscapes #8

soundscapes #8
grüner/blumenschein/vatagin
mes.
Dienstag, 11.05.2010
20:00

In der achten und in dieser Konzertsaison letzten Ausgabe von "soundscapes" gibt es einen (weiteren) Linzer Schwerpunkt; jene waren eh immer vertreten wie z.B. Fadi Dorninger, Berndl Breuer, Decker / Reiter, Ritornell, Kurz / Oppl und Bruckmayr /Fuchs. Eh, aber immer noch zu wenige, es geht immer mehr! Die Linzer Experimental-Szene ist eine sehr vielseitige aber auch zerstückelte und vermutlich deshalb so vielschichtig, spannend und frisch. Die Veranstaltungsreihe Soundscapes ist eine Möglichkeit und dient zur Vernetzung dieser Szenen und denoch steht natürlich in erster Linie das musikalische Schaffen und vor allem das Hören im Vordergrund.
Im sogenannten "Googolplexxraum" oder auch gerne "Dachstock" genannt, passierts. Gemütlich sitzend und zuhörend. Nochmal der leider immer wieder notwendige Hinweis: es geht pünktlich los! Ausufernde Pop-Miniaturen, Entranced Lullabies und Musik für Zeitlupentänzer: der Linzer Musiker MES. verknüpft Elemente aus Ambient und Minimal Music, Techno, Electro und Clicks & Cuts geschickt zu einer musikalischen Mischung die man am besten als Romantik fürs neue Jahrtausend bezeichnen kann.
Mit seinem Kunststudium und einigen Kollaborationen als Videokünstler im österreichischen Künstlerkollektiv Backlab im Rücken gab mes. 2005 sein musikalisches Debut. Seine mit Fieldrecordings, Texturen und Noise angereicherten Pop-Versatzstücke fanden schnell ein breitgefächertes Publikum, der Künstler selbst hält sich aber eher bedeckt. Außer bei gelegentlichen Live-Auftritten von Berlin bis Istanbul, taucht seine Musik daher vor allem in DJ Sets von Bernhard Fleischmann oder auf diversen Festival-Compilations auf. Das Album „spare parts broken“ erschien 2009 im Eigenverlag.
Den elektronisches Ansatz brechen danach oder davor das Trio von Tom GRÜNER, Stephan BLUMENSCHEIN und Alexandr VATAGIN. Mit Bass, Gitarre, Cello und Effekten kreieren die drei eine Wall Of Sound, die mal brachial, mal zart, gerne auch immer wieder ins Epische ausufert. So wie sie es auch in ihren sogenannten Hauptbands leben und die wären unter anderem: Delilah, Slon, Tupolev, Port Royal und Gigi's Gogos.
Ein frischer Wind bläst von den Dächern!