eröffnung radiospotting

eröffnung radiospotting
e.stonji
Masha Qrella
transformer di roboter
Freitag, 11.09.2009
eröffnung radiospotting

Vom 11. September bis 31. Oktober lassen sich auf der Frequenz 103,0 MHz mittels eines gewöhnlichen Radios neue audiophile und literarische Seiten an Linz entdecken. An 13 Orten in Linz werden lokal begrenzte Radiosender Arbeiten von 30 internationalen SoundkünstlerInnen über den Äther schicken und für frische Töne und Perspektiven in der Stadt sorgen. Grundlage für die akustischen Arbeiten waren 13 Orte und Geschichten, die von renommierten oberösterreichischen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden. Ohrenzeuge kann dabei jeder werden, der sich mit einem Radio an die einzelnen Orte begibt, die Frequenz einstellt und seine Ohren spitzt.

Durch radiospotting verdichtet sich der urbane Raum zu einem radiophonen Stadtplan, der zu einer neuen Wahrnehmung und Benutzung des öffentlichen Raums einlädt.


weitere Informationen: http://www.radiospotting.net

Ein besonderer Auftakt zu "radiospotting" bildet die Eröffnung mit einer „Rauschefahrt” am 11. September 2009 durch die Stadt Linz. Radfahrer mit eingeschalteten Radios rauschen im wahrsten Sinne des Wortes durch alle 13 Radiostationen. Die Radios werden so lange rauschen bis sie in den Sendebereich eines radiospots einfahren.

Der Ausflug mündet am frühen Abend zu 3 abgefahrenen Live-Konzerten in der KAPU, dem letzten radiospot auf der Radtour.

E.Stonji (live)

Jens Döring aka E.Stonji ist in vielerlei Hinsicht ein Wizzkid. Nach ersten Plattenveröffentlichungen um die Jahrtausendwende lernte er 2002 Hans Platzgumer kennen, mit dem ihn bis heute erfolgreiche musikalische Projekte verbinden (hp.stonji, e:gum,..).
Nebenbei entwickelt er Sound-Installationen, produziert Hörspiele, programmiert seine eigenen Synthesizer und musiziert in Kollaborationen unter verschiedenen Pseudonymen (jerry lusion, convertible, reejk lynur, hed.gap).

Insofern kann es bei e.stonji schon passieren, dass sich Breakcore mit IDM vermischen oder Ambient mit Hörspielkompositionen kombiniert werden.

Derzeit spielt e.stonji live mit dem Drummer Matthias Freund.

Masha Qrella (live)

Die Berliner Songwriterin Masha Qrella (eigentlich Masha Kurella) pflegt das Understatement. Mit ihren Bands Mina und Contriva definiert sie seit mehr als 10 Jahren elektronische Popmusik neu und eigenwillig. Auf Einladung von Calexico als Support für deren Europatournee, präsentierte sie 2002 ihr erstes Soloalbum noch mit CD-Player und Gitarre auf der Bühne. Mittlerweile wird sie von einer exzellenten Band unterstützt - dem ehemaligen Blumfeld Organisten Michael Mühlhaus, der Gitarristin Rike Schuberty und dem Notwist Schlagzeuger Andi Haberl.

Vor wenigen Wochen erschien das (ursprünglich als Auftragswerk konzipierte) Album "Speak Low", auf welchem Broadway-Kompositionen von Kurt Weill und Frederick Löwe (indie-)popmusikalisch neu interpretiert werden.

Wenn zeitgenössische Popmusik wirklich ein Glaubwürdigkeitsproblem haben sollte: Masha Qrella hat den Dreh raus!

Transformer Di Roboter (live)

Mit Metal und Punk in den späten 80ern/frühen 90ern aufgewachsen zu sein, scheint dem Berliner Duo Johannes Malfatti und Alex Köster immer noch ekstatisch aufzustoßen. Auf ihrem letzten Album haben sich Transformer di Roboter an Tracks alter Metal-Koryphäen gewagt, um diese mit dicken Beats, 8-bit-Sounds und verzerrtem Gesang neu zu interpretieren. Gekonnt schaukeln sie zwischen Witz und Aggression. Ganz nach dem Motto: Zerstöre deine Jugend!

Umrahmt wird der Abend von Plattenleger:

DJ FlorianO (Ex-TNT Jackson)

Florian Obkircher lebt in Wien, arbeitet als Schallplattenverkäufer, als Tippse (Falter, thegap, Skug, Intro ...) und war ein Drittel der Kerosin-Electro-Brüder TNT Jackson. Als DJ Floriano serviert er ein fideles Potpourri aus cheesy Discofunk, pumpendem House und angesäuseltem Post-Pop. "Highly energetic and simple, furious and breath-taking, but not dead serious", meinte mal jemand dazu.