dictator`s cut

dictator`s cut
Dienstag, 13.01.2009
dictator`s cut

Dictator´s Cut



Dictator`s Cut_nennt sich die kooperartion zwischen kinocafe cinematograph und KAPU. im rahmen des kinoprogramm schwerpunktes "verbotene und erwünschte filme in der ns-zeit" des kc_cinematograph werden ausgewählte "entartete" stummfilme gezeigt und live zeitgenössisch von linzer tonkünstlerInnen vertont. bei der eröffnung am dienstag(!)13.01.2009 wird der historiker thomas hellmuth eingangs zum thema referieren.



gezeigt wird slatan dudow´s dokumenatarfilm „zeitprobleme- Wie der berliner arbeiter wohnt“
(D 1930, Stummfilm, 13 Min.) slátan theodor dudow war ein bulgarischer filmregisseur und drehbuchautor, der hauptsächlich in deutschland tätig war. dudow kam 1922 nach berlin und studierte theaterwissenschaft, er inszenierte u.a. stücke von brecht und drehte den bedeutendsten kommunistisch-proletarische film deutschlands „kuhle wampe“. In den 30er jahren emigrierte er nach frankreich und kehrte nach 1945 in den osten deutschlands zurück. dudow benutzte das medium film als instrument der gesellschaftlichen auseinandersetzung: er klagt das wohnungselend in den mietskasernen und kellerwohnungen im proletarischen berliner norden an. seine aufnahmen entstehen „inmitten der wirklichkeit“ und geben ein schonungslos-realistisches bild der damaligen lebensbedingungen. der film wurde augrund von „elendstendenzen“ verboten.



live- electronis zum film von und mit sir wellman christian of starhemberg
"wie der berliner arbeiter wohnt", als stummfilm-vertonung – monotonie und abhängigkeiten thematisierend. das flackern des kamins mit der bedrückenden enge als lunte für die ausweglosigkeit. industrielle einsamkeit, der durch elektronische zweisamkeit das licht aufgedreht wird. Die sprengung von knoten geistiger natur und der ausbruch aus dem elend durch sounds, die nicht von diesem planeten sein können. heilendes bad in echo + delay oder roland 909 trifft auf sounds aus dem linzer franckviertel.



das kabinett des dr. larifari
(D 1930, tonfilmsatire, 90 Min., wohlmuth)
die drei abgebrannten freunde max hansen, paul morgan und carl jöken gründen beim kaffeehausklatsch ein filmunternehmen und schaffen es, selbiges in den folgenden rund 90 Minuten in den ruin zu führen. die komödie persifliert die gegenwart sowie das schaffen der filmindustrie um 1930. musikalischer highlight im film mit den „weintraubs syncopators“. der film wurde wegen jüdischer mitwirkender verboten.






weitere filmvorführungen: mi_ 14.1- sa_16.1_jeweils_20.30h
so_17.01._filmfrühstück_10.00h