Uzeda

Uzeda
uzeda
Nitro Mahalia
Mittwoch, 05.11.2008
Uzeda

UZEDA (Catania / Sizilien / Touch & Go).

Ein schneidiger Sound. Was für eine Band! Aus Sizilien. Seit 1987 existierend. Nun endlich, und zwar zum ersten Mal in Österreich! Ganz hoher Besuch. Weil sie von ganz unten kommen. Geografisch, ideel. Mit den geliebten Unterschieden. Sie wollen besser essen als noch mehr trinken. Sie wollen feiern, mit uns, weil sie euch alle bereits kennen, euch Menschen ohne Scheuklappen. Auch von der Kapu haben sie gehört. Und nun sehen wir uns. An diesem Mittwoch. Hören wir zu.

Treibend. Nach vorne. Tänzelnde Gitarrenriffs. Melodien, die wir im Traum hören und dann niemals rekonstruieren können. Einzigartiger, eigenwilliger Gesang von Giovanna Cacciola. Eine Band ? so laut wie andere Bands gerne von den Titelblättern schreien möchten. Nicht Uzeda. Sie bieten dir nur eine große Freundschaft und einen Gedanken an: Musik machen, weil man nicht anders kann. Soll heißen - machen was man will. So lange man will. Uzeda sind keine Version von irgendetwas, sondern eine Vision. Eine Vision, für die ich dankbar bin. Entkoppelt vom Problem der Jugendkultur ? was tun wenn ma älter wird? ? Uzeda machen es vor. Sie tun es. So groß. So unpeinlich. So künstlerisch, so lyrisch, so politisch.

Eine Band, die so viel für die italienische Szene und tourende Bands aus dem Ausland getan hat, dass dir alle ? und ich meine alle ? davon ein Lied singen könnten. Kommt, schreit mit!

zu viert bemühen sich NITRO MAHALIA um die vermischung von noise, (post-)rock, jazz, pop und einer generellen unerschrockenen verneinung von genre-grenzen. das darf und soll räudig sein, orientiert sich an größen wie Lightning Bolt, Jesus Lizard, Melt Banana, No Means No oder Trans Am - und klingt doch ganz anders!

'alles ist erlaubt, sonst wird es von uns verboten!' die vielfalt der einflüsse und verschiedensten zugänge verdichtet sich live zu einer energetisch-tanzbaren straight-in-your-face-räudigkeit, stets bereit, sofort wieder aufzugeben, was gerade erst erkämpft wurde oder bereitwillig in einer musikalischen endlosschleife hängen zu bleiben.

ihr undogmatisches selbstverständnis und der experimentelle umgang mit sounds verbinden scheinbar mühelos genres, sounds und kategorien, die immer noch gerne als gegensätze wahrgenommen werden: elektronik UND rock, song UND track, improvisation UND punk