punk ´n roll

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texas motherfuckers
Film: "American Hardcore"
Samstag, 19.04.2008
punk ´n roll

Der Film:

"American Hardcore - The History of American Punkrock 1980 bis 1986" - Ein Dokumentar-Film über die vielleicht wichtigsten Zeit in der Geschichte des Punkrockgenres mit exklusiven erstmals hier veröffentlichen Filmszene aus der 80er-Jahren und Interviews mit den Schlüsselfiguren der Szene wie Henry Rollins, Vic Bondi, Keith Morris, Ian MacKaye oder Paul "H.R." Hudson. Musik u.a. von Black Flag, MDC, SS Decontrol, Minor Threat ...

Obwohl ihr zur damaligen Zeit wenig Beachtung geschenkt wurde, hatte die Hardcore-Punk-Szene der frühen 80er Jahre enormen Einfluss auf die Rockmusik und die daraus entstandene Pop-Kultur. Bands wie "Nirvana", die "Beastie Boys" oder aber die "Red Hot Chili Peppers" hätte es nie gegeben, wenn nicht Hardcore-Pioniere wie "Black Flag", die "Bad Brains" und "Minor Threat" das Fundament gelegt hätten.

Hardcore war mehr als ein Musikstil: es war eine gesellschaftliche Bewegung die von jugendlichen Außenseitern der Reagan Ära geschaffen wurde. Die Kids der Hardcore-Musikszene schufen ihre eigene kleine Gesellschaft - einige fanden durch sie ihre Stimme, andere in der rauen Musik einen Ausweg aus der Realität. Und während manche die Welt verbessern wollte waren andere einfach nur wütend und machten in der Bewegung des American Hardcore ihrem Ärger einfach Luft. Der Film "American Hardcore" von Regisseur Paul Rachman nach einem Buch von Steven Blush verfolgt die Spuren dieser verlorenen Subkultur, von ihren Wurzeln in den 80er Jahren bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1986.



Das Konzert

Nicht zum ersten Mal in der KAPU, und solange unser Studiotechniker noch einen Kopf zum Bangen hat auch nicht das letzte Mal. Die vier Schweden von TEXAS MOTHERFUCKERS sehen aus wie enthelmte Super-Wikinger (alle mindestens 3 Meter groß und durchgehende Ganzkörperbehaarung; statt Wikinger-Kluft und Äxten tragen sie zum Glück ungewaschene Jeans und Gitarren) und bezeichnen ihre Musik selber als 'Sixties-acid-garage-psychrock'. Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen außer den Stichworten 'hart', 'schnell', 'laut' und stilistisch ein guter Schuss 'Hound Dog' und 'Minor Threat'. Obwohl sie nach eigener Aussage eine Schlägerei in einer Biker-Bar (zu den Stooges oder Black Flag als Hintergrundmusik) dem Einüben von Supersuckers-Riffs vorziehen, brauchen die Texas Motherfuckers den Vergleich mit den zahlreichen skandinavischen Headlinern nicht zu scheuen, zumal sie es geschafft haben, sich einen eigenständigen Punk'n'Roll-Sound zuzulegen, der seinesgleichen sucht. Voll in die Eier(-stöcke)!