indie

indie
ja, panik
killed by 9 volt batteries
the laming hips (shy-dj-line)
Freitag, 04.04.2008
indie

Ja, Panik lautet der Bandname, Raserei und Exzess stehen am Programm. Die Herren sind jung, doch eben keine typische Indie-Jungs-Band mit mittelmäßigen Songs und Befindlichkeitstexten. Nein, die Band brennt an beiden Enden lichterloh. Ihr neues Album „The Taste And The Money“ kriegt intermedial fulminante Kritiken – vom Standard bis zur Presse, von Ö1 bis FM4, vom KAPUzine bis zum Augustin – alle sind hellauf begeistert und überschlagen sich mit Superlativen zur „besten Rockplatte, die in Österreich in den letzten Jahren entstanden ist“ (Sebastian Fasthuber).
Somit gelten Ja, Panik dank ihrer politischen wie ästhetischen Strahlkraft als offizielles und anti-völkisches Gegenstück zu den „neuen Österreichern“ (die Ö3 derzeit propagandiert) und müssen so gesehen einfach die KAPU rocken. Aber nochmal in Kürze für die Ahnungslosen: Ja, Panik sind eigentlich Burgenländer, leben jetzt als Bandkommunarden („Aber kein Hippie-WG“) in Wien, und machen heftige Musik zwischen politischer Reflexion, Herzschmerz und guter, alter Punk-Attitüde. Sind zu Hause auf dem kleinen schönwetterschall-Label und bemühen sich, trotz aller Nachdenklichkeit, den Exzess zu kultivieren. Straight Edge schaut anders aus. Und wie das jetzt klingt? „Gebrochener Punk“ meinen die einen, „durchgeknallter Rock“ die anderen, und beides trifft zu. Hirn einschalten, Kopf nicken, Arsch wackeln!

killed by 9 volt batteries?
Wer kennt sie noch nicht? Abgesehen davon, dass sie in den letzten 1-2 Jahren einen guten medialen Ruck erhalten haben, waren sie auch schon 2mal in Linz zu Gast.

Nach der 2006 erschienen s/t – Platte auf siluh-rec. sind diese 3 Jungs ganz schön rumgekommen und haben für viel Wirbel gesorgt. Die einen halten sie für einen teenie-fm**** Hype, die andern für endlich mal wieder gute dreckige Musik. Ich/wir wollen uns nun selbst ein Bild davon machen und ich freue mich auf eine schweißgeladene, intensive Live-Show. Die neue Platte wird nun bei Louisville-Rec (= Label des Surrogat-Mannes P.Wagner – hell yeah!) erscheinen.

Was wird euch erwarten? Pop, viel Pop und auch einiges an Lärm. der Vergleich zur Schalljugend ist schon des öfteren gefallen, aber schränkt die einen wie die anderen ein.