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nisennenmondai
Fang den berg
Sonntag, 17.02.2008
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Warum eilt Japan ein so disziplinierter Ruf voraus? Diese Insel im Pazifik beschert uns immerhin MusikerInnen und Bands wie Melt Banana, Zeni Geva, KK Null und eben NISENNENMONDAI.
Der Unterschied zu vorhin genannten Bands ist -oberflächlich gesehen- schnell gesagt: das Trio verzichtet auf Gesang und männliche Beteiligung. Rein musikalisch verleiten sie, im Gegensatz zu anderen nipponischen Bands, man denkt ja meist zuerst an verrückte Noise-JapanerInnen, die mit Brechstange und verstörenden Sound- und Geräuschgewittern über das schlummernde Abendland herfallen, zu Nacken- und Fußgelenksschmerzen, so klar strukturiert sind ihre Nummern, die dann plötzlich wieder zu explodieren scheinen und dem Namen Noise alle Ehre machen. Auf ihre Weise auch mit einem Fuß im Jazz zuhause, liegt ein Vergleich mit Don Caballero und Konsorten nahe, und dieser trifft, wenn schon namedropping, wohl noch am Ehesten zu. Meist im mid-Tempo Bereich, gehen die über weite Strecken geradlinigen Songs wunderbar ins Ohr und von dort weiter ins Hirn, grooven mal richtig und reißen dich dann mit einem plötzlichen Rhytmuswechsel aus diesem angenehmen Vibrieren, in das der Bass dich versetzt hat. Ein Spagat, obwohl so weit liegt es dann auch nicht auseinander, zwischen Psychodelic- und Progressiv-Post-Rock. Andere nennen das dann Art-Rock.
Resümee: 1. wir haben nicht oft so weit gereiste Bands auf der Bühne 2. selten bestehen sie dann aus ausschließlich weiblichen Mitgliedern 3. viel zu selten hört man Bands, die einem ab dem ersten Ton direkt ins Gehörzentrum vorstossen und dieses zum Tanzen bringen 4. diese Band verdient einen vollen KAPU-Saal.
Das heißt: wer nicht kommt tut sich selbst keinen Gefallen.

www.myspace.com/nisennenmondai www.youtube.com/watch?v=z2gB6tRCXHg

FANG DEN BERG

Linz ist in den letzten Jahren vielleicht nicht von den Toten auferstanden, aber doch sprießt seit geraumer Zeit wieder so manches Mauerblümchen aus unseren Betonblocks.
Eines davon ist FANG DEN BERG. Frischfleisch muss man fasst sagen. Bis auf Stefan Rois, der dem einen/der einen oder anderem/anderen bekannt sein sollte von TUMIDO&ROIS, vielleicht nicht unbekannte Gesichter, aber ungehörte Ergießer der Melodien und des Rhythm.
FANG DEN BERG sind melodisch, stimmungsvoll, brachial, gepaart mit intellektuellem Fraß straight from the heart. Postrock würden manche sagen, aber wen interessiert das schon.
Kommen, hören, freuen, denken oder auch nicht, tanzen und das Blümchen gießen.

www.myspace.com/fangdenberg

Flyer / Plakat
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