hiphop jam

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phat kat
slum village
Donnerstag, 27.09.2007
hiphop jam

Das wird ein Tag zum Rot-im-Kalender-Anstreichen. SLUM VILLAGE und PHAT KAT gemeinsam in der KAPU.

Jetzt bitte auf der Zunge zergehen lassen. Mhhhh. Detroits Finest. Alle Weggefährten und Bandkollegen des unsterblichen Jay Dee aka J Dilla. Die Definition des anderen HipHop Sounds. Mit dem souligen Basisgerüst von A Tribe Called Quest, einer Prise mehr Streetedge versehen kreierten die Detroiter Produzenten eine Beat- und Soundschule, die neben J Dilla mit Black Milk, Young RJ und in Zukunft mit Illa J und DJ Houseshoes ganze Legionen junger und älterer Beatproducer inspiriert und beeinflusst hat. Wie sagte Q-Tip auf Fantastic Vol. 2 von SLUM VILLAGE: „I leave it in the hands of the slum now“.

Nun sind aber die MC`s nicht ganz nebensächlich, und seien es T3 und Elzhi von SV oder PHAT KAT, der 1994 gemeinsam mit Jay Dee als First Down die ersten 12 inches auf Payday releast hat, die Brüder verstehen ihr Handwerk mehr als gut. Flows bis zum Abwinken mit einer Leichtigkeit vorgetragen, dass man beschämt zurück zum Üben in den Proberaum wandert.

Vier Alben (streng genommen fünf mit dem raren Fantastic Vol. 1) haben SLUM VILLAGE mittlerweile in ihrem Katalog vorzuweisen, allesamt hervorragend, egal ob das komplett noch von Jay Dee produzierte Debut „Fantastic Vol. 2“, der damals auch das Mic in der Hand hielt, das extrem clubtaugliche 2. album „Trinity“ bei dem Elzhi Jay Dee`s vakanten Mikrofonposten übernommen hatte, das staubtrockene „Detroit Deli“ Album mit dem von Kanye West produzierten Hit „Selfish“, welches ohne Baatin aufgenommen wurde, der mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte.

Auch das letzte selbstbetitelte Werk welches komplett von BR Gunna (Black Milk & Young RJ) produziert wurde, glänzt an allen Ecken und Enden mit Soulfulness, Witz und Skills und hat den Ruf von SLUM VILLAGE weiter rund um den Erdball getragen. Auch Homie PHAT KAT hat seine Meriten im Game mehr als verdient, seit er Anfang der 90er seine ersten Releases bestritt. PHAT KAT ist vielleicht derjenige, der den Detroit Flavor am besten beschreibt: Straight up Hip Hop, mit einem Händchen für tödliche Beats und knochentrockene Rhymes, die Garbage MC`s wegpusten wie Auftragskiller. Seine Diskographie ist ellenlang, aber spätestens seit seinem heuer erschienenen Album „Carte Blanche“ kommt in Detroit niemand mehr an ihm vorbei.

Mit 5 Beats von J Dilla ausgestattet, sowie Produktionen von Nick Speed, Young RJ and Black Milk ist Carte Blanche sein Masterpiece auch wenn sein erstes, 2004 erschienenes Album „The Undeniable“ auch nicht von schlechten Eltern war.

Unsere Empfehlung: NICHT entgehen lassen!!! Wir sehen uns!