hey hey my my...

hey hey my my...
BRANT BJORK & THE BROS
31knots
Samstag, 19.05.2007
hey hey my my...

Doors: 21:00 // Concert Start: ca. 22:30



And now Brothers & Sisters, it´s time to… welcome the magnificent Hohepriester of a thing formerly known as Stoner Rock! Kein anderer Musiker (Mr. Homme vielleicht mal ausgenommen) hat in den letzten Jahren die StaubRockszene so entscheidend mitgeprägt wie unser lockerer Schnauzbartträger BRANT BJORK im smarten Cheech & Chong-Style. Aufgewachsen, wie könnte es anders sein, im beschaulichen Palm Desert, Californien, gründete er schon bald mit den anderen 3 stadtbekannten High School Dropouts Josh Homme, Chris Cockrell und John Garcia die Stoner Rock-Übergruppe KYUSS, die der Desert Boogieman mit seinem unverwechselbaren, trockenem und kraftvollem Schlagzeuggroove in den Legendenstatus kickte. Ein John Bonham hätte wohl eine Flasche Wodka drauf getrunken. Nach dem 93er Meisterwerk „Welcome to Sky Valley“ verließ er die Band, produzierte im selben Jahr FU MANCHUs Debutalbum, und veröffentlichte, nun als neuer Drummer mit an Bord bis 2001 einige der wohl stilprägendsten DesertRock-Alben der 90er. „The Action is Go“(97), „Eatin Dust“(99), und „King of the Road“(00), werden wohl in Jahren noch für diverse Bands als ultimativer Blueprint herhalten müssen.

2001 war dann Schluss bei FU MANCHU. Zuvor initierte er 1996 zusammen mit Josh Homme noch mal schnell die legendären DESERT SESSIONS, bevor er mit eigenem Label Duna Records und dem Album „Jalamanta“ 1999 seine Solokarriere startete. Wie es sich für einen Musicaholic, wie Brant gehört, spielte er alle Instrumente selbst ein und entfernte sich musikalisch etwas von seine HeavyRock-Wurzeln. Die folgenden Alben „Brant Bjork & The Operators“, „Keep your Cool“, „Local Angel“ und „Saved by Magic“ waren von einem weitaus chilligeren, psychedelischen Vibe geprägt. 70s Funk-Soul, Cool Jazz, Reggae grooves, Hendrix, Santana und klassischer RiffRock, all daß mixt BRANT BJORK zu einem exquisiten und beswingten Cocktail, der einen sofort auf den nächsten Backseat eines Cadillacs auf dem Weg nach Vegas befördert.

Mit neuem Album „Tres Dias“ und seinem KYUSS Schlagzeug-Nachfolger Alfredo Hernandez (mit dem er auch bei CHE rockte und der auch bei den QUEENS OF THE STONEAGE trommelte) im Gepäck wird er uns wohl einen coolen und unvergesslichen Trip bescheren!

Keep your Cool!

Als Support nicht minderer Qualität konnten wir glücklicherweise 31 KNOTS gewinnen. Stillstand kann man dieser Band nun absolut nicht vorwerfen. Das Fundament bleibt zwar immer die Dreiheiligkeit Gitarre-Bass-Schlagzeug, aber klang man früher noch sehr nach postrock, experimentierte man auf dem letzten Tonträger ("Polemics" 06) mehr mit Elektro. So erklärt man auf der aktuellen Platte "The Days and Nights of Everything Anywhere" (Polyvinyl-Rec.) den schon immer dagewesen Popfaktor zum Messias. Die Propheten dieser Offenbarung tragen unter anderem das Antlitz von Beck, Bowie und vielleicht auch noch The Ex, und diesen sterblichen Gelehrten zu lauschen hat noch den Wenigsten geschadet. Ja, Großes lässt sich hier erahnen und das sag ich nicht nur, weil mir meine täglichen 77 Kniebeugen mit um den Oberschenkel geschnallten Reißnägelgurt der Schmerz sich am leichtesten vergessen lässt (Gott vergieb mir diese selbstgegeben Gnade), wenn ich dazu den 31 Knots lausche.
Und man glaubt es nicht, live riecht das ganze nicht nach Veilchen, Reinheit und gutem Gewissen (ach, man bedenke der großen Leistung des Menschen: das Heranzüchten eines Tieres, dass Versprechen darf! F.N.), sondern nach viel Bier und Schweiß!

Amen.

+ DJ FLEX YOUR HEAD

Brant Bjork @ Wikipedia

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