sweet noise sweet pop

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lonely drifter karen
plattenjoe [comeonfeet!]
dj swerf [comeonfeet!]
mr.scheutz [comeonfeet!]
abgesagt: antonius block
Samstag, 21.04.2007
sweet noise sweet pop

Antonius Block haben kurzfristig ihre Tour abgesagt. Das ist zwar schade (und wegen der bereits gedruckten Flyer auch ein wenig ärgerlich), aber das Konzert von LONELY DRIFTER KAREN und das DJ-Set mit den COMEONFEET-Boys passieren trotzdem. Wir freuen uns auf einen schönen Abend im KAPU-Beisl.



Lonely Drifter Karen ist ein One-Woman-Projekt aus Österreich und Schweden (abwechselnd) und – das sei vorausgeschickt – eine wundervolle Angelegenheit. Die reisefreudige Exil-Wienerin, die in einem früheren Leben mit ihrer damaligen Punkband Holly May schon einmal ordentlich die KAPU gerockt hat, komponiert seit mehreren Jahren stilsichere Singer/Songwriter-Highlights und zelebriert hingebungsvoll Popmusik an und für sich. Mit Gitarre, Glockenspiel, Mundharmonika und gelegentlichen sanften Beats schreibt sie wunderschöne Lieder diesseits des Peinlichkeitsäquators und ist dabei so was von herrlich unaufdringlich und immer mit beidem Beinen am Underground verhaftet... man könnte fast ins Schwärmen kommen.

Ihr erste Soloplatte „Sinsweetime“ ist als trendiges 10“-Vinyl auf dem - in der KAPU hochgeschätzen - Wiener Mini-Label Fettkakao erschienen (im Dunstkreis von GoDieBigCity, Vortex Rex und seyou-rec. also), mit dem neuen Album kommt sie im April frisch aus Barcelona zurück. Keine Ahnung wie es sie dort hin verschlagen hat, wir wissen aber, dass an ihrer neuen Scheibe Leute aus Weißrussland, Kolumbien, Mexiko, Frankreich und Schweden mitgebastelt haben. Wir sind gespannt und optimistisch!



[Bei Antonius Block denkt der cineastische Postrocker zuallererst an einen schachspielenden Ritter. In diesem Fall handelt es sich aber um den neuesten 'heißen Scheiss' aus New York und ... äh... Wien. Wir wollen die Bandbiographie nicht vorenthalten: „May 2004 guitarist and instigator Jorge do Couto was putting out his garbage in front of his house under the Pulaski bridge in Brooklyn, NY, when he stumbled upon a cardboard box. Intrigued by the peculiar sounds coming from within, he opened the box. What he found inflamed his medulla oblongata; Tina Schula, Austrian Alien, paralegal immigrant. Soon after feeding the undernourished refugee, Jorge gave Tina a microphone. Since then, Tina never shut her mouth again.“

Wir halten also fest: ein Junge und ein Mädchen aus Brooklyn plus eine ebendort gestrandete Wienerin machen gemeinsam Musik. „creetchy, noisy, bleeding, arty, screaming, sweet, distorted“ Rockmusik, meint das Label, in diesem Fall unsere Vertrauenshochburg Trost Records. „Eine schräge, weirde Mischung aus Minimalismus, Gelangweiltheit, Lärm und Storytelling. Oft nur begleitet von auf den Punkt geschlagenen Chords und reduzierten Drums sind Antonius Block dem experimentellen Charakter der Liars oder alten Neubauten etwas näher als der roughen Wildheit der alten Yeah Yeah Yeahs.“, sagt die alte Lady Flight13, sogar das Rondo (ihr wisst schon: die bunte Beilage beim Standard) umschwärmt die Band, und auch wir sind hellauf begeistert vom Debutalbum „I dated the devil“. Und wir freuen uns auf eine schweißtreibende Liveshow!]