feminism hooray!

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Film: "SHE POP"
cherry sunkist
DJ Huckey
DJ Durmek [Gender Bender]
Freitag, 09.02.2007
Co-Veranstalter:
feminism hooray!

SHE POP

Ein Film über Musikerinnen

A 2006, 33 Min.

Regie: Bernadette Reiter, Theresa Dirtl




Die Filmdokumentation „She Pop“ von Bernadette Reiter und Theresa Dirtl widmet sich Porträts von Frauen und Frauenbands der (nicht nur) Wiener Off-Musikszene. Gezeigt werden Musikerinnen unterschiedlicher Genres, zB. Punk, Performance und Elektronik.

Das Ziel des Filmes SHE POP ist es, Frauen der Independent Musiklandschaft in den Vordergrund zu rücken - wie in vielen Kulturbereichen herrscht auch in der instrumentalen Kunst ein sicht- und hörbarer „Frauenmangel“. Gerade hier, in einem angeblich durch Progressivität und Offenheit geprägten Umfeld, mutet diese Tatsache besonders eigenartig an. Die Doku schafft ein Bewusstsein für aktiv agierende Musikerinnen, indem sie ihre Arbeit sehr persönlich und intensiv porträtiert.
Die Kamera begleitet bei Live-Auftritten und geht auf die verschiedenen Performances ein. Weiters wird im Zuge der Interviews der Frage nachgegangen, warum Männer in der Wiener Musikwelt nach wie vor präsenter als Frauen sind, und wo die Gründe aus persönlicher Sicht und Erfahrung der Künstlerinnen liegen. Unter anderem mit 550 Rondy, ADULT., Gustav/Agenda Lobkov, Cherry Sunkist, First Fatal Kiss, Pantskirt, Silicone Pumpgun, SV Damenkraft...

Im Anschluß an den Film wird uns die Linzer Elektro-Solistin Cherry Sunkist endlich in der KAPU beglücken. Ist auch Zeit geworden! Cherry, die auch im Film zu Wort kommt, bastelt mittels Laptop, Analog-Synthie und guter, alter Stromgitarre einen eigenwilligen Electro(clash)-Sound, der die Basis für ihre emotionale Stimme und Bühnenperformance bildet. Musikalisch wie performativ passt Cherry Sunkist durchaus gut zu den von ChicksOnSpeed und ihrem Label aufbereiteten neuen Fem-Sounds und deren Weiterentwicklungen, Assoziationen zu zeitgemäßen Elektropropagandistinnen wie Kevin Blechdom, RobotsInDisguise oder meinem Favourit PlanningToRock sind durchaus erlaubt. Verdientermaßen steuerte Cherry auch einen Track zur Ende 2006 erschienenen und absolut unumgänglichen Compilation „Girl Monster“ (ChicksOnSpeed-Records) bei – und ist somit eine der wenigen österreichischen VertreterInnen auf dieser internationalen, semi-enzyklopischen Sammlung feminstischer Musik. Weiter so!

Diese Veranstaltung wird unterstützt von unseren Homies von „FIFTITU%“ (Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in OÖ).