punk! rock!

punk! rock!
Boom Boom Kid
outsmarted
Samstag, 20.05.2006
punk! rock!

Boom Boom Kid ist eigentlich keine Band sondern eine Person. Nämlich Nekro aus Argentinien, bekannt auch als Sänger der dortigen Punkband „Fun People“. Boom Boom Kid spielt und tourt mit den verschiedensten Backing Bands quer über den Globus und Ende Mai zieht es ihn wieder in die KAPU. Wir erinnern uns lebhaft an das letzte Konzert des sprungfreudigen Energiebündels und sind uns sicher: nur ganz selten kommt die unmittelbare Power, die grenzüberschreitende Wucht von Punkrock so direkt und unverholen von der Bühne wie bei Boom Boom Kid. Und es ist erfreulich: es geht ganz ohne Macho-Posing und ritualisiertem HC-Gehabe – Spontanität, Spielfreude und ehrliche Attitude reichen vollkommen!

Unterstützt wird er auf die aktuellen Tour (die übrigens den wundervollen Titel „¡UBER ALLES BOOMBOOMKID UBER ALLES EUROTOUR 2006!“ trägt) von einigen seiner Fun-People-Kollegen und von den uruguayschen „Pirexia“, die gemeinsam die Backing Band bilden. Sowohl Fun People als auch Pirexia sind in Linz keine Unbekannten – erstere spielten im Jahr 2000 eines der besten Punk-Konzerte ever in der STWST, letztere im Jahr 2002 eine grandiose Hardcore-Show im Ann&Pat. Ein ganz großes Ding also, und es wundert mich gar nicht, dass es Südamerika kommt. Sehen & staunen!

OUTSMARTED: Die Zahl der Hardcore Nachwuchs-Bands bewegt sich zur Zeit hart an der Grenze des Erträglichen. Gerade in der boomenden heimischen Emo/Screamo Szene, rund um Gruppen wie ESTATE, EPHEN RIAN oder dem Grazer HC-Aushängeschild RED LIGHTS FLASH, scheint es nur so zu gären. Wobei die Qualität der meisten Combos nicht annähernd den Standard oben genannter Bands erreicht.

Zu den wenigen positiven Ausnahmeerscheinungen gehören die symphatischen Linzer Youngsters von OUTSMARTED. Die begannen den steinigen, long way to the top 2003 auf den Bühnen diverser lokaler Jugendzentren. In ihrer musikalischen Ausrichtung damals noch eher dem Skatepunk zugeneigt, fand man sich, diverse personelle Umbesetzungen später und um einige Live-Erfahrungen reicher, als nunmehr hochenergetische Hardcore-Band mit deutlichem Emo-Einschlag inklusive unverzichtbaren brachialen screamo-vocals im Studio wieder, um das erste Demo aufzunehmen.

Seit dem wird eifrig an der Live-Performance gefeilt (das richtige Posing hat wohl in der Emo-Szene einen relativ hohen Stellenwert) und konzertiert was das Zeug hält, sodaß einem
erfolgreichem KAPU-Debut wohl nichts mehr im Wege steht.