gehWORTamoi

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Almut Klotz (Lassie Singers)
Reverend Christian Dabeler
Mittwoch, 22.03.2006
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Lesung (und auch ein bisschen Konzert): ALMUT KLOTZ und REVEREND DABELER präsentieren ihren Debütroman „Aus dem Leben des Markus Zorn“

Almut Klotz ist nicht nur ehemalige Sängerin und Songwriterin der LASSIE SINGERS. Nein, sie ist auch freie Autorin, Chorleiterin („Popchor Berlin“) und Begründerin des famosen Plattenlabels „Flittchen Records“. Und weil ihr das immer noch nicht genug ist, hat sie soeben ihren Debutroman veröffentlicht. Gemeinsam mit dem Hamburger Musiker und Produzenten (arbeitete mit Rocko Schamoni, Robert Foster, ...) Reverend Christian Dabeler. Erschienen beim unübertrefflichen VENTIL-Verlag, den KAPU-BesucherInnen schon von der einen oder anderen Lesung kennen. „Aus dem Leben des Markus Zorn“ heißt das frische Werk, und wir freuen uns schon sehr, dass die beiden gemeinsam in der KAPU aus ihrem Buch lesen und auch ein Paar Lieder dazu singen werden. Denn schließlich möchten wir doch immer noch „ein Lassie Singer sein...“

Das Buch widmet sich im wesentlichen der Stadt Berlin. Denn Berlin ist in aller Munde. Das Berlin, das Almut Klotz und Reverend Christian Dabeler beschreiben, ist aber weder die coole Szenestadt aus dem "Polylux" Think-Tank noch das Kneipenparadies für schwäbische Zuwandererkids, die bereits nach zwei Wochen "icke" sagen. Das Berlin dieses Romans ist ein Moloch in der näheren Zukunft - garantiert frei von Prenzelberg-Kuscheligkeit. Der Blick, den die beiden Autoren durch die Augen ihrer Protagonisten auf die Stadt werfen, ist sarkastisch: der Realität ist nicht zu trauen, real erscheint nur noch das Geschäft mit dem intensiven Erlebnis. Kein Wunder, dass die beiden Hauptpersonen des Romans in einer Agentur aufeinander treffen, die Erinnerungen gegen Cash anbietet - die Agentur für Schlüsselszenen. Und dazu gibt’s Freaks, Alkohol, Gewalt und jede Menge Allerlei.



"Aus dem Leben des Manuel Zorn" ist trotzig und hart, es ist eine Kritik am großstädtischen Lebensentwurf. Kein Café Latte beim gemütlichen Brunch mit Freunden, sondern vereinsamte, hoffnungslose Menschen in einer grauen Betonwüste, durchzogen von schmierigen Gleisen und überschwemmten Baustellen. Es ist wie "Strange Days" auf analog - kaum Sonnenschein, eine Stadt am Rande des Nervenzusammenbruchs, und statt der Clips sieht man sich eben Schlüsselszenen an, immer und immer wieder.“
FM4 online



„Krimi, Psychodrama, Pulp-Fiktion, Berliner Popliteratur, verdammt bad und alles gleichzeitig“

Taz online