Rock´n´Roll noir

Rock´n´Roll noir
Les Hommes Sauvages
27
Dj Didi Neidhart
Samstag, 24.09.2005
Rock´n´Roll noir

Mit ihrem ersten Album "Playtime" haben Les Hommes Sauvages uneingeschränkte Begeisterung bei der internationalen Musikpresse hervorgerufen.

"Rock'n'Roll noir” nennt die Berliner Band den Sound, in dem mit spielerischer Leichtigkeit teils verwandte, teils scheinbar gegensätzliche Musikrichtungen kombiniert werden: Bluegrass- und Countryrock-Elemente werden so mühelos mit Neo Western, Swingzitaten und Chansonmotiven im zwielichtigen Geist der Berliner Bohème verwoben. Bittersüß und verführerisch entfaltet dieser "dunkle Rock'n'Roll" eine betörende Wirkung und einen Hauch von Melancholie.

Der suggestive Duettgesang (deutsch, englisch und französisch!) von Kristof Hahn und seiner (Gesangs-) Partnerin Viola Limpet verleiht den Liedern zusätzlich ein morbides, erotisches Feeling. Unterstützt werden die beiden u.a. von niemand geringerem als Thomas Wydler, dem Schlagzeuger von Nick Caves Bad Seeds, während im Studio auch Gitarrenlegende Chris Spedding bei einigen Tracks mitmischte.

Als Liveband haben Les Hommes Sauvages ihre Qualitäten bereits eindrucksvoll als support act von Nick Cave in Berlin und Wien unter Beweis gestellt.



27 sollten die meisten von euch bereits von deren gemeinsamen Tour mit ISIS kennen, die ja vor rund 2 Jahren auch in der Kapu halt gemacht hat. Das Trio besticht durch fein arrangierte und multi instrumentierte Songs, die sich dem Kern von Rock (oder Pop) sehr sachte und vorsichtig nähern, aber das Ziel immer erreichen. Laut/Leise ist bei 27 sicherlich ein perfektonierter Mechanismus, der sie stilistisch sowohl in die Nähe von Portishead als auch von PJ Harvey bringt. Sehr schön. Anhören!