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Sabot
Monno
Donnerstag, 15.09.2005
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Sabot ist ein Instrumental-Duo, bestehend aus Hilary Binder und Chris Rankin, und ihrem Instrumentarium, einem Schlagzeug und einer Bassgitarre.

Die beiden kommen ursprünglich aus Kalifornien, wo sie auch Ende der 80er die Band gründeten. Zu Beginn der 90er, nachdem sie Europa schon zum 2.Mal betourt haben, zogen sie nach Tabor in Tschechien und fanden ihren Lebensmittelpunkt in der so genannten Cesta. Dies ist ein schnuckeliges Haus am Stadtrand von Tabor, das von ihnen autonom verwaltet, organisiert und andauernd restauriert wird. Die Cesta führt mehrmals im Jahr „Artist in Residence“-Programme und ein kleines Kunstfestival durch, hat Proberäume, beherbergt tourende Bands und brachte Tabor sozusagen auf die bunte Landkarte des europäischen Undergrounds.

Musikalisch sind Sabot im amerikanischen 80er Punk/Hardcore sozialisiert und waren eine der ersten Bands in diesem Genre, die mit dem minimierten Set Up von Bass und Gitarre den anderen lärmenden Bands um nichts nachstanden. Exzessiv haben sie die halbe Welt betourt, Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, von Pakistan über Australien, Litauen und Kanada. In Linz waren sie schon mehrmals, zuletzt in der Stwst, das letzte Mal in der Kapu 1996, das erste Mal 1992. Die beiden sind live eine Wucht!

Ihr werdet sehen.



Im Vorprogramm treten Monno auf, die vor kurzem ihre CD „Candlelight Technology“ auf Subdeviant rausgebracht haben. Eine internationale Band, die ihr Basislager in Berlin aufgeschlagen hat.
Die Band ist nicht leicht zu knacken und selbst für Menschen mit extremen Hörgewohnheiten eine Herausforderung. Da könnte man sich schneller an Merzbow oder die Melvins gewöhnen. Beim genauen Hinhören lässt sich aber hinter dem tendenziellen Chaos ein System entdecken, das einem Hoffnung gibt, doch noch nicht vom eigenen Wahnsinn ereilt worden zu sein. Schwerfällige Drums, Bass, Saxophon und Computernoise fabrizieren Musik, welche die schrägsten 70er Jahre Freakouts topt. Irre. Spannend.