wu tang

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R.A. THE RUGGED MAN
MACCABEES
Sonntag, 17.04.2005
wu tang


MACCABEES aka:
KILLAH PRIEST (NY/Sunz of Man)

HELL RAZAH (NY/Sunz of Man)

TIMBO KING (NY/Royal Fam)



That´s what I call Starpower!! So ein deftiges HipHop Lineup hat die KAPU schon lang nicht mehr (oder sollte man sagen überhaupt noch nie) gesehen: Von einem der illsten MC´s überhaupt hin zu Wu Tang Affiliates steht an diesem Abend mehr Hochkarätiges auf der Bühne als Diamanten in der Auslage von Jacob the Jeweller.

Doch eins nach dem anderen: Beginnen wir bei R.A. the Rugged Man:

Sohn eines mental durchgewirbelten Vietnam Veterans fand R.A. in den 80ern seine Liebe zu Rappern wie Kool G Rap, Rakim oder Big Daddy Kane. 1993 schienen seine Träume in Erfüllung zu gehen, denn Jive Records, damals noch eine HipHop Großmacht mit Acts wie KRS ONE, Too Short oder Souls of Mischief, signte den wilden R.A. und stattete ihn gleich mit einem 300.000 USD Vorschuss aus. R.A. fackelte da nicht gleich lang herum, sondern verpulverte das Geld mit einer Mischung aus Sex, Drugs und Tracks wie z.b. „Cunt Renaissance“ mit Notorious B.I.G. bis das Label ihn droppte, weil sie meinten, dass das Material zu heftig für den Mainstream sei.



Ironie des Schicksals, dass gerade ein paar Jahre später ein weiße Rapper eben mir genau diesen Ingredienzen zum Weltstar wurde, aber für R.A. hieß s erst mal Abschied nehmen von den Superstarträumen.

Nichtsdestotrotz feilte er weiter an seiner Undergroundkarriere, releaste ein paar tonnenschwere Tracks auf Rawkus (Til my Heart Stops, Stanley Kubrick,..) und den dirty as fuck Award gewinnträchtigen Song „Bottom Feeders“ + Video gemeinsam mit den Smut Peddlers, war eine Zeit lang in psychiatrischer Behandlung, verhandelte mit Master P und Russell Simmons, stellte das Album „American Lowlife“ für Priority fertig, das dort irgendwo in irgendwelchen Tresoren veschimmelt, und brachte dann plötzlich Ende 2004 ganz unerwartet via Nature Sounds sein „DebutAlbum“ „Die Rugged Man Die“ heraus, das Kritiker wie Fans vollends verzückte. „I ain't down to sign autographs and shake ya hands/I don't want trendy ass followers as fans/I don't wanna sell records, I don't wanna be big/I don't want MTV runnin' up in my crib/I don't wanna be light in the music biz/I don't want fans that don't know who G Rap is.” vom Song "Lessons" beschreibt ganz gut R.A.´s Credo, live lässt er. dann noch um ein Quentchen ärger das Tier im Mann raushängen, so gesehen vor 5 Jahren bei einem Konzert in München.

Nichts für schwache Gemüter!



Jetzt aber los Richtung Wu Mansion: Starten wir mal bei Brooklyn´s KILLAH PRIEST, dem wohl bekanntesten Artist der 3 Wu Gambinos.

Zum ersten Mal liess dieser sein lyrisches Kampfschwert 1995 auf GZA´s Liquid Swords aufblitzen im genialen „B.I.B.L.E“, weitere Streiche folgten auf ODB´s Debut sowie auf dem ersten Gravediggaz Album. 1996 gründete er gemeinsam mit HELL RAZAH, 60 sec. ASSASSIN und PRODIGAL SUNN die Gruppe SUNZ OF MAN, 1998 wurde sein von 4th Disciple und Truemaster produziertes Debut Album „Heavy Mental“ auf Rat von GZA auf Geffen released, und enterte sogar Platz 24 der Billboard Charts. Im selben Jahr kam auch das Debut von SUNZ OF MAN „The Last Shall be First“, das mit dem Track „Shining Star“ auch MTV Airplay erzielte.

In den folgenden Jahren, als das Wu Tang Logo nicht mehr diese Strahlkraft wie Mitte der 90er besaß, droppte KILLAH PRIEST drei weitere Alben, nämlich „View from Massada“ (2000), „Priesthood“ (2001) sowie „Black August“ (2003), die seinen Ruf als überdurchschnittlicher Lyricist weiter einzementierten. Gemeinsam mit RAS KASS, KURUPT und CANIBUS gründete er vor ein paar Jahren die 4 HORSEMEN, eine Supergroup der underrated Lyricists, die ein Album aber bis dato noch schuldig blieben. Dafür kommt demnächst das erste Album der BLACK MARKET MILITIA, der Raptruppe bestehend aus TRAGEDY KHADAFFI, KILLAH PRIEST, HELL RAZAH und TIMBO KING sowie den MACCABEES, das ganze noch mal minus Tragedy.


HELL RAZAH, ebenfalls ein Sohn Brooklyn´s war bzw. ist wie schon gesagt Mitglied bei SUNZ OF MAN, einer der erfolgreicheren Crews der WU FAM.

Seine Feature Liste ist ellenlang, so wirkte er auf Albumtracks von GZA, Method Man, ODB, Ghostface und Killah Priest mit, droppte 3 Alben via Sunz of Man und hat mehr Seitenprojekte als man zählen kann am laufen.

Mit Producer 4th Disciple beispielsweise hat er gerade ein neues Album fertiggestellt, ein neues SOM Oeuvre ist am Weg und oben genannte Crews bringen demnächst ebenfalls ihre Debuts an den Start. Also an Unterbeschäftigung leidet HELL RAZAH mit Sicherheit nicht, was auch für einen MC seines Kalibers vergeudetes Kapital wäre.



TIMBO KING kennt man bei uns in Europa am ehesten von der Kollaboration mit den französischen IAM, denn der Track „La Saga“ flimmerte vor ein paar Jahren mehr als nur einmal pro Tag auf den europäischen Musiksendern.

Timbo ist Mitglied der ROYAL FAM, die neben ihm noch aus Dark Denim (aka Dark Ages), Dreddy Kruger, Mighty Jarret und Stoneface besteht, die aber bis dato noch kein gemeinsames Album rausgebracht haben, ausser einem europäischen Bootleg, von dem die Jungs aber selber nichts wussten (rule #4080: record industry is shady..). TK war ebenfalls Gast auf diversen Longplayern, 2005 legt er aber jetzt richtig los, sowohl mit den MACCABEES als auch der BLACK MARKET MILITIA um dort Lyrics wie z.b. diese vom Ghost Dog Soundtrack zu kicken: „Yo, sharp swords and rusty knives against dusty nines/You stink niggas with musky vibes/Battle cry, warrior stance, the black Pearl Harbor/Smell of revenge, worms in the air/Spit like grandpa from down South/Three-sixty roundhouse, I'm throwin planets and stars...“ Und auf dem Album von R.A. the Rugged Man ist er auch mit zwei Gastversen vertreten, womit sich der Kreis wieder schliesst.

Epochal! flip



einziges Ösi Konzert !!!