Prekär, Prekarisierung, Prekariat?

Prekär, Prekarisierung, Prekariat?
Mittwoch, 06.04.2005

Eine Info-Veranstaltung rund um den EuroMayDay 2005.





Silke Veth - arranca!

Lucenir Caixeta - maiz

Robert Foltin - grundrisse

Mit Präsentation des

Precarity DVD-Magazine - A compilation of 17 videos on flexwork & precarity



In den letzten Jahren haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen für
viele verschlechtert. Diese Verschlechterungen haben einen neuen Namen
bekommen: Prekarisierung. Prekarisierung ist das Ergebnis eines weltweit
voranschreitenden politischen Projektes zur Entsicherung aller
Lebensbereiche, eine Entsicherung, die in anderen Ländern schon lange
Realität, aber auch in diesem Lande insbesondere für Frauen, Migranten
und Migrantinnen nichts Neues ist.



Verschiedene Gruppen der undogmatischen Linken in Europa haben im
vergangenen Jahr die keineswegs neuen Begriffe der Prekarisierung oder
der Prekarität wieder populär gemacht und versucht, darüber eine
öffentliche Debatte zu initiieren. So wurde im Zuge des EuroMayDay 2004
in zahlreichen Städten prekärer Arbeits-, Lebens- und
Aufenthaltsverhältnisse thematisiert, tagte im Juni die
Prekarisiertenversammlung „Die Kosten rebellieren“ in Dortmund, im
November wurde auf dem Europäischen Sozialforum (ESF) in London eine
Koordination zum Thema Prekarisierung ins Leben gerufen, auch das
spanische Sozialforum Anfang Dezember in Malaga stand unter dem Motto
Prekarisierung und in Berlin fand Mitte Januar 2005 das erste
europäische Prekarisiertentreffen statt, um nur einige internationale
Beispiele zu nennen.



Im Zuge der Info-Veranstaltung soll daher nicht nur Versucht werden,
sich dem Thema Prekarisierung auf unterschiedlichen Ebenen anzunähern,
sondern auch darüber diskutiert werden, welche politischen
Handlungsspielräume sich unter veränderten gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen ergeben.