i wanna riot

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Freitag, 01.04.2005
i wanna riot

500 Stenkastende Autonome Voldspsykopater Fra Helvede

500 violent stonethrowing psycho punks from hell

- eine dokumentation in 8 kapiteln

Filmlänge: 120 Min.

Dänemark, 2007

Das Ungdomshuset (dänisch: das Jugendhaus) war ein Gebäude im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro. Ursprünglich war es ein Volksheim und ein Zentrum der Arbeiterbewegung. 1982 stellte die Stadt Kopenhagen das Haus nach einer Besetzung als Jugendzentrum zur Verfügung. Es fungierte seitdem als Treffpunkt der Undergroundszene und verschiedenerlinker Gruppen sowie als Veranstaltungsort von Konzerten und Festivals.

Das Ungdomshuset war seit 1999 Gegenstand einer Kontroverse zwischen der Stadt, den Nutzern des Hauses und der evangelischen Glaubensgemeinschaft Faderhuset (dänisch: Vaterhaus), an die es verkauft wurde. Nach dem Verkauf blieben die bisherigen Nutzer im Haus und besetzten es. Neben politischen Initiativen für den Erhalt des Hauses kam es zu z. T. gewalttätigen Protesten. Im März 2007 wurde das Gebäude geräumt und abgerissen.

Squat 69 A documentary in 8 chapters by 4 directors about 500 violent stonethrowing psycho punks from hell, wie der komplette Titel lautet, ist eine Dokumentation über die letzten Wochen und Monate des Ungdomshuset in Kopenhagen. In den acht deutlich voneinander getrennten Kapiteln wird chronologisch gezeigt, was vor und nach dem Gerichtsurteil zur Schließung des Jugendhauses passiert ist.



Wider der Suggestionskraft des Titels werden keine riot-splatter sequenzen gezeigt, vielmehr kommen Aktivistinnen rund um das Ungdomshuset zu Wort. Die Interviews führen durch den Film und vermitteln wie breit die kulturellen und politischen Veranstaltungen, Aktionen und Erwartungen der "Protagonistinnen" sind. Und weil Leute, wie die Bewohner- und Besucherinnen des Ungomshuset mit ganzem Herzen versuchen, die Kluft zwischen Theorie und Praxis so klein
wie möglich zu halten, werden auch im Film Sequenzen, die Einlbicke in Formen eines kreativen Widerstandes und in alternativen Lebensweisen bieten, eingebaut.



Endlich mal ein gelungener Film zum Thema besetzte Häuser- wir freuen uns auf den angekündigten zweiten Teil, der anschließen soll wo der erste aufhört: bei der Räumung, den Repressionen, der Suche nach neuen Orten und
dem Weiterleben des Traumes oder Kampfes nach selbstbestimmten- oder
selbstorganisiertem Leben!