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J-Zone
Vakill
LOUIS LOGIC
Montag, 25.10.2004
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Alter Schwede, da freut sich das Herz des US Independent HipHop Afficionados: Denn an diesem schönen Vorabend zum Nationalfeiertag (was wird da eigentlich gefeiert?) werden ein paar Heavyweights durch die schmale KAPU Türe hereintrudeln, deren Namen für freudige Erregung unter den Conaisseuren und auch so manchen –Innen sorgen dürften: First und Foremost das Enfant Terrible des New Yorker Rapuniversums schlechthin, der Mann, der sowohl Big Daddy Kane als auch Too Short als seine Idole angibt, der Producer mit einem der charakteristischsten Sounds im Indiebereich ever, der für Big Names wie Biz Markie, Prince Po, Masta Ace, Celph Titled, Princess Superstar, Wordsworth... wahre Perlen hingezaubert hat, der Typ der sich gerne Pimp nennt, aber dann mit seiner Grossmutter in Jamaica, Queens zusammen wohnt und diese dann auch noch aufs Cover seiner ersten Ep hievt, der arme Schlucker der „sick of being rich“ ist, der, ja man könnte diese Aufzählung wohl noch ein Stückchen länger fortsetzen, fürs erste sollte das dann aber doch genügen, also der Kerl von dem diese Zeilen die Rede ist, ist Mister J-ZONE (aka Capt. Back$lap, the 2003 Bobby Brown...The Tom Jone$ of Rap)! Applaus bitte jetzt! 4 Alben hat er bereits hingezaubert, und mit jedem Release wurde die Fangemeinde grösser, die in den J-Zone´schen Mikrokosmos bestehend aus Weed, Mics, Frauen und Beats hineingezogen wurde. Klingt jetzt ein wenig banal, ist es auch, aber dabei mit soviel Selbstironie und verquerem Humor dargebracht, dass man diesem seltsamen Vogel einfach nicht böse sein kann. Ein Unikat!



Der zweite Kandidat hört auf den Namen VAKILL und kommt aus Chitown, vielen besser bekannt als Chicago und gehört dort dem Molemen Kollektiv an, von dem man Leute wie Juice, Panic, Memo, PNS uvm. bereits gehört haben sollte/könnte. Vakill hat letztes Jahr sein Debütalbum „The Darkest Cloud“ releast, ein kleines Underground Meisterwerk, produziert von der Molemen Crew sowie J-Zone. Vakill kommt zwar aus der Battleschule, aber er weiss wie man Geschichten erzählt und Persönliches flowig formuliert. By the way ein Favourite von der Youngblood Brass Band, die ja auch aus der Nähe Chicagos stammen.



Die Dreierrunde komplett macht LOUIS LOGIC, der ja bereits die KAPU Räume von innen gesehen hat und immer für launige Unterhaltung gut ist, wie er auch am HipHop Kemp in Tschechien wieder aufs Neue bewiesen hat. Mehr Infos siehe Kapuzine 3/4 04! Also liebe Menschen da draussen, schaun sie sich das an, so schnell wird’s das nimmer geben!