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The Paper chase
Diska
Donnerstag, 30.01.2003
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THE PAPER CHASE kommen aus einem kleinen Vorort von Austin, Texas, veröffentlichen auf dem Chicagoer Southern Label. Mir fällt für diese Band keine annähernd passende Kathegorisierung ein. Tut mir leid. Bin kein Musikkritiker. Diese Band packt einen. Lest euch am Scheisshaus mal folgendes Geschreibsel von der Spex durch. Macht euch ein Bild! Brav abwischen! Und dann ab in die Kapu!!!!!!
".........Verdammt, ist das pathetisch!
Persönlich, desillusioniert, am Leben erkrankt, zieht es sich nur mit eigener Kraft aus den Untiefen gescheiterter Beziehungen in lichte Höhe, um dort hängen zu bleiben. Besser die Küchenmesser verstecken, sonst begehen sie noch Dummheiten.John Congleton ist der Name der zentralen Figur, des Verursachers. Bisher ist er als Produzent für die 90 Day Men in Erscheinung getreten. Nun hat er mit The Paper Chase ein eigenes Monument aus verstörenden, aneinander collagierten Rocksongs erschaffen; im formalen Sinn ein Konzeptalbum, auf dem sich textliche Motive gegenseitig bedingen und beeinflussen. Musikalische Querverweise reichen über Kollegen wie Steve Albini oder Dave Sardy bis Les Savy Fav oder gar Bright Eyes (auf der Ebene von Eindringlichkeit und Vehemenz), werden aber nie zum Zitat, denn The Paper Chase absorbiert Einflüsse, nichts wird einfach nur reflektiert: Congleton schafft neue Verhältnisse.
Irgendwie kommt mir das in seiner Intensität wie ein böser Zwilling von Radioheads »OK Computer« vor, ein ungeliebter kleiner Bruder, dem andauernd die Nase läuft, der einem die Liebe der Eltern streitig macht und der irgendwann das Haus anzündet. Bevor jetzt alle Freunde britischen Schöngeistes losrennen, um sich die Platte zu kaufen: fragt euch bitte vorher, ob ihr ein solches Familienmitglied haben wollt. Die Energie ist schwer zu ertragen und andauernd schreit diese Musik nach Aufmerksamkeit. Das ist großartig für die Verzweifelten, die nichts dagegen haben, sich in Aggression und Wut auf die Welt zu wälzen. Andere verstehen diese Obsession nicht. Sie kriegen euch noch, das ist mal klar. Vorerst: Immer schön die Haustür abschließen und vorsichtig fahren. »Never to upset the carefully orchestrated atmosphere of those I attend to but could not help. This is an ugly thing. Happiness could be yours, absently.« (aus »I tried so hard to be good«).

DISKA
It all starts with a party! Albert Pöschl und Ralf Summer rockten erstmal den Münchner Club "Le Bomb" und zwar mit so zu umschreibenden Bastard-Pop. Ein weiteres Schlagwort wäre C-64-Chip-Pop, Pop der rockt von der Festplatte, wobei DISKA bereits den nächsten Schritt nach vorn gemacht haben und ihren Sound entsprechend entwickelten. Das klingt dann kurz und schlecht umfasst so: Computer Punk, Trash Disco, Digital Country, Elektro Rock.
Jedenfalls haben DISKA ein neues Album namens " America`s the Bomb" veröffentlicht, auf dem nicht nur gerockt wird was der Punk und der Rock n Roll hält sondern auch noch ein politisches Konzept unpeinlichst darübergestülpt.wie eh schon lange notwendig befassen sie sich mit 119 und die auswirkungen, gehen aber folgerichtig mit aller Härte gegen Amerika an. Klingt jetzt vielleicht oberflächlich, ist aber bestes Sloganizing und konkrete Rock-Pop-Elektro-Attacke. Seit einiger Zeit ist auch unser Lieblingsdrummer Rock n Roll-Animal DDT Neidhart mit von der Partie, d.h. Rockin all over your Festplatte!
...und danach gibt s Bastard-Pop von der Konserve, sprich vom Vinyl.
Die Chip-Pop-Partie-Bombe detoniert dann in der Druzba!