About

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Die KAPU ist ein urbanes Kulturzentrum in Linz. Seit 30 Jahren fixe Größe im wechselhaften kulturellen Leben der Stadt Linz, hat sie sich mit cleverem HipHop und anderen alternativen Musikrichtungen als internationaler Player positioniert. Als Schnittstelle von Club-Kultur, Kunst und gesellschaftlicher Arbeit ist die KAPU heute sowohl ein höchst aktiver Musik-Club als auch ein interdisziplinäres und hochpartizipatives Labor: hier entstehen, scheitern und funktionieren neue Kunst, frische Formen des Zusammenlebens, Gartenlabore, experimentelle Kollaborationen, Medien und politische Alternativen.




Die KAPU – 30 Jahre kultureller Feinkostladen und urbane Größe

Eigentlich ist die KAPU „passiert“. Damals vor 30 Jahren. Ab 1984 aus den Strukturen einer politischen Jugendorganisation emanzipiert, hat das Kulturhaus rasch ein dynamisches Eigenleben entwickelt und bespielt seit 1999 das ganze Haus. Die KAPU war nicht geplant, sondern ist passiert, weil sie passieren musste. Mit ihr kam der Punk nach Linz, der Hardcore aus Washington und der HipHop aus New York. Musik in all ihren Facetten ist bis heute die Spezialität der KAPU, aber nicht die einzige.

Seit 30 Jahre also begleitet das Kulturzentrum KAPU die Entwicklung der Stadt Linz. Bedeutende Jahre waren das, in denen sich die schmutzige Industriestadt Linz in die Dienstleistungsstadt und die Europäische Kulturhauptstadt verwandelte (hier sei auf das Buch und den Film „Es muss was geben“ verwiesen). In all den Jahren füllte die KAPU Nischen in der Stadt, brachte und bringt neue kulturelle Strömungen in das ländliche Oberösterreich und ist dabei urbanes Labor für Innovationen – musikalisch, organisatorisch, personell. Heute in der Renaissance der Heimat und des Landlebens steht die KAPU wie eh und je – jetzt aber umso notwendiger – als urbaner Fels in der ruralen Brandung.

Mit ihrem Sensorium für Qualität ist sie international längst eine fixe Größe und wichtige Anlaufstelle für neue Genres, kreative Vernetzung und Ausgangspunkt unzähliger Projekte in Linz und anderswo. Viele haben hier jenen kreativen Spirit entdeckt, der noch heute ihr Leben und Schaffen prägt, egal ob schon prominent oder immer noch Underground. Das Haus hat in vielen Biografien Spuren hinterlassen und tut das bis heute. Mit Musik, aber nicht nur!

Die KAPU hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und anderen Formen der Kunst Raum gegeben. Programm ist nur, was die Menschen in der KAPU aus eigenem Antrieb machen, unabhängig von kommerziellen Zwängen und kulturellen Normen und das ist vielleicht auch das Erfolgsgeheimnis.
Mit der Zeit ist ein besonderer Ort entstanden, ein kultureller Freiraum an der Schnittstelle von Subkultur, Kunst und Politik. Regional verwurzelt und mit internationaler Strahlkraft.

Ein verlässlicher Partner für Festivals wie Crossing Europe und Nextcomic ebenso wie ein bockiger Verweigerer von Eventkultur und Mainstream. Die KAPU ist ein Feinkostladen und Werkstatt zugleich, Open Space und Hort von Bewährtem, Nährboden und Schmelztiegel. Das Selbstverständnis des gemeinsamen Engagements schweißt alle Beteiligten zusammen:

• eine offene Struktur,
• flache Hierarchien
• und basisdemokratisches Miteinander.


Sie sind Teil des speziellen Charmes, der KünstlerInnen und BesucherInnen in die KAPU bringt. Und obwohl man dem Haus die beschränkten finanziellen Mittel manchmal ansieht kommen sie immer wieder, egal ob Stars oder Geheimtipps. Hier kann man begeistern und begeistert werden. Die KAPU passiert jeden Tag und das ist verdammt gut so.
 
Die Stärke des Kulturhauses KAPU besteht darin, durch seine offene Struktur ein Ort für das Zusammentreffen verschiedenster SpezialistInnen aus den Bereichen Musik, Informationstechnik, Film, Radio, Grafik, Urban Gardening, Street Art, etc. zu sein und Synergien aus diesen verschiedenen Genres zu bilden.

Ein Großteil unserer ehemaligen und auch aktuellen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind dabei selbst in kreativen Bereichen oder auch selbstständig tätig. Somit steht die KAPU in engem Kontakt mit Vereinen und Institutionen wie: Kunstuniversität Linz, Kepler Universität, Kupf, IG Kultur, ORF (FM 4), Radio FRO, DorfTV, Stadtwerkstatt, Times Up, Jugendkulturzentrum Ann and Pat, Medien- & Kulturplattform JunQ. Diese Kompetenzen bzw. auch Möglichkeiten der Kooperationen fließen nicht nur in den laufenden Betrieb ein, sondern werden auch an die nächste Generation von KAPU AktivistInnen weitergegeben. So können sowohl die KAPU-Prämissen der Nonkommerzialität, der Nachhaltigkeit, der künstlerischen Qualität und Integrität, der Greifbarkeit und Offenheit, des Aufzeigens alternativer Wege in Musik, Kunst und Politik, des niederschwelligen Zugangs als auch die Vernetzung mit anderen KünstlerInnen und kulturellen Organisationen beibehalten werden, ohne jedoch in kulturelle, inhaltliche oder organisatorische Starre zu verfallen.


Die Menschen in der KAPU – Partizipation und Heterogenität

Den Entwicklungen Anfang der 1990er Jahre ist es geschuldet, dass die KAPU ein sehr breites und diversifiziertes kulturelles Charisma aufweist. Damals, als die ersten Rapper innerhalb der Betriebsgruppe plötzlich HipHop-Konzerte in der rocklastigen Linzer Location veranstalteten, kam es nicht zum Bruch, sondern zur weiteren Zusammenarbeit und zum Grundstein einer nachhaltigen Interessensgemeinschaft unter dem Label KAPU. Im cleveren US-HipHop, abseits des Kommerz und Luxus Raps, stieg die KAPU zu einem DER europäischen Player auf. Linz hat sich dadurch in diesem Genre einen gehörigen Namen gemacht. Und wo sonst trifft Hi-Quality-Rap auf beste Gitarrensounds? Wo sonst ist das Haus/die Audience so offen? Der offene Charakter und die kulturelle Breite gehen einher mit einer äußerst heterogenen Mischung aus Personen, die im Haus tätig sind. In der ewig progressiven Organisationsform der basisdemokratischen Betriebsgruppe findet sich neben der österreichischen HipHop Koryphäe der Lagerarbeiter, neben der Grafikerin das Rock-Urgestein, neben dem Soziologie-Lektor die Laborantin und neben der Kunststudentin der Skater ein. Manche sind schon seit 20, ja sogar 30 Jahren dabei, andere ganz neu dazu gestoßen. Die Zusammensetzung ist generationenübergreifend und bringt enormen sozialen Austausch mit sich. Dabei kommt es durchaus vor, dass jüngere und unerfahrenere Mitglieder bei neuen Aufgaben einen „Stoß ins kalte Wasser“ gemeinsam mit freundschaftlicher Hilfe erfahren und daraufhin ihre Erfolge feiern. Manche erlernen technische Kompetenzen, andere üben sich im Booking, künstlerischer Gestaltung oder beteiligen sich einfach nur mit Flyerverteilen, Kassadienst und mit ihren Kochkünsten. Die Grenze zwischen BookerInnen, MacherInnen und Publikum ist oftmals fließend. Partizipation ist in der KAPU Grundbedingung fürs dabei sein, dafür kann man sich hier auch Gehör verschaffen. Auf die Betriebsgruppe sind wir sehr stolz. Sie findet seit 30 Jahren regelmäßig statt und präsentiert sich im Jahr 2013 sogar noch lebendiger und größer als zuvor. Bei den Veranstaltungen genießen alle den Austausch mit internationalen KünstlerInnen und erfahren dabei eine Horizonterweiterung, die sich anderswo nicht so leicht erlangen ließe. Die KAPU ist überzeugt, dass sie mit ihrer intersozialen und interkulturellen Praxis ein zukunftsweisendes Beispiel für gemeinsames Leben, Wirken und Arbeiten abgibt.

 

 

ENGLISH:

starting 1984 with punk/hardcore shows - 25 years later - the kapu is a place of refuge for different styles of music, like noise-rock-hiphop-crust-jazz-electronic-metal... and running a small cinema, a recording studio, organizing lectures and exhibitions. a combination of voluntary working people, professional working and a bunch of enthusiasm makes this place to the best club on earth.

capacity: 10 to 200 humans and a maximum of 7 dogs

bands played like: Arab On Radar, Attwenger, Automan,Bastards Sons Of Johnny Cash, Bedlam Rovers, Blonde Redhead, Bobby Con, Brutal Juice, Cheval De Frise, Dalek, Deadzibel, Don Caballero, The Ex (+ Tom Cora), Flamingo Massacre, Flipper, Fugazi, Gary Floyd, Girls Against Boys, Groove, GSYBE!, Grant Hart, Green Day, Graue Zellen, Happy Wizz, Hidden Hand, Hitch, Jack Frost, Killdozer, Knut, Kurort, Lemonheads, Le Tigre, Locust, Melt Banana, Merker Tv, Monno, Negazione, Nina Nastasia, Nirvana, Oneself + Yarah Bravo, P.A.I.N., Paperchase, Porn To Hula, Scorn, Scout Niblet, Sensual Love, Shudder To Think, Shy, Sister Double Happiness, Sole, Stand To Fall, Strahler 80, Surfaholics, Swollen Members, Target Of Demand, Techno Animal, Texta, Valina, Wipe Out, Witchhunt, ....

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Picture by Wolfgang Fadi Dorninger